Kategorie: Unterwegs

Glaub nicht alles, was das Navi sagt

naviJa, der technische Fortschritt. Nicht lang ist es her, da brauchte man einen Beifahrer mit einer Strassenkarte um sich durch die Fremde von A nach B lotsen zu lassen. Nicht selten kam es dabei zum Streit wenn dieser die Karte verkehrtherum hielt oder einfach nur orientierungslos war.

Dank moderner Technik wird der Automobilist heutzutage von Satelliten gelotst. Die Zeit unzähliger Stadtpläne und Autoatlanten im Handschuhfach ist also vorbei, denn die freundliche Dame aus dem Navi kennt den Weg. Soweit die Theorie. Doch mitunter steckt der Teufel im Detail.

So zum Beispiel wenn es zu Verständigungsschwierigkeiten kommt:

Schon mal darüber nachgedacht wie sich die Richtungsangaben scharf-links, links, halb-links, halb-rechts, rechts und scharf-rechts unterscheiden ? An einer komplexen Kreuzung kann das schon mal etwas unübersichtlich werden. An diesem Punkt würde es ggf. helfen mal einen Blick auf die angezeigte Karte zu werfen, was aber bei dichtem Innenstadtverkehr auch nicht immer möglich ist. Falsche Abzweigung erwischt ? Kein Problem das Navi passt sich ja an. Dumm nur wenn die neu berechnete Route durch eine vorrübergehend gesperrte Strasse führt und das Navi darauf beharrt diese durchfahren zu wollen.

Dann gibts da auch so tolle Sachen wie den Spurassistent (oder wie das Ding heisst). Leider wird der, zumindest bei meinem Gerät, erst ab 3-4 Spuren tätig. Oder auch mal gar nicht. Und dann gibts schon mal den einen oder anderen Spurwechsel, weil man die demnächst durchzuführende Abbiegung nicht vorausgesehen hat, sofern es nicht heißt “Demnächst bitte links fahren”.

Etwas eigenwillig ist die Routenfindung ohnehin. Wie ich vor einiger Zeit auf dem Weg von Mönchengladbach zum Kölner Zoo feststellen durfte.

Instinktiv wäre ich jetzt der grünen Linie gefolgt. Denn dort führt mich mein Weg nach Giessen immer über die Zoobrücke. Das Navi wollte aber lieber die rote Route nehmen. Resultat: Längerer Weg, mitten durch den Stadtverkehr, anstelle bequem über die Autobahn.

Unschön wirds auch, wenn das Navi eine Abkürzung nimmt, aber plötzlich der Empfang weg ist. So wurde mir z.B. auf einer Fahrt von Mainz nach Altrip bei Ludwigshafen eine unfreiwillige Stadtrunfahrt durch den Mannheimer Stadtteil Käfertal zu teil, bis der Empfang wieder da war.

You cannot pass Schild by DouglasN

Ein anderes schönes Beispiel: Meine erste Fahrt von Gießen nach Marburg. Zweck der Reise: Sich mal Marburg angucken. Das Navi hab ich deswegen auf “Stadtmitte” eingestellt, in der Hoffnung in der Innenstadt zu landen, um dort zu parken und mich dann zu Fuss weiter durchzuschlagen. Leider versteht mein Navi darunter nicht Innenstadt sondern sowas ähnliches wie geografischer Mittelpunkt des Stadtgebiets. Resultat: Das Navi ist mit mir den Marburgen Schlossberg hochgefahren wo ich dann in einer Sackgasse gelandet bin. Von dort aus wollte das Navi dann in einen Fussgänger weg einbiegen. Dies war dann der Punkt an dem ich dann das Gerät abgestellt habe.

Aber trotz aller Navigationspannen: Navi’s sind trotzdem eine feine Sache. Solang man der Dame im Gerät nicht alles glaubt und auch mal selber die Augen offen hält, kann nix passieren.

 

Wenn man eine Reise tut…

…war das dereinst mal mit viel Mühe verbunden und relativ zeitaufwendig. Also in Dingen Transport und so. Heutzutage setzt man sich in den Flieger, jettet kurz wo hin, erledigt seine Geschäfte und ist dann abends wieder zurück. Flugreisen sei Dank !

Doch auch, wenn das Reisen selbst im Vergleich zu Früher ungleich schneller von statten geht, bringt das Phänomen Flugreise ganz eigene logistische Herausforderungen mit sich. Folgen wir also mal dem Ablauf einer Flugreise und gucken uns mal die Dinge an, die uns auf dem Weg begegnen.

Jede Reise beginnt zunächst natürlich mit dem Check-in. Traditionellerweise würde man sich zu diesem Zwecke an den Check-in Schalter begeben. Da man hier natürlich nicht der Einzige ist, beginnt die Reise also erst mal mit Schlangestehen, ein Grund warum es sich empfiehlt schon mit einem gesunden Zeitpolster frühzeitig am Flughafen aufzutauchen. Dies ist umso empfehlenswerter, wenn man mit ganzen Urlaubsreisegruppen um die knappen freien Schalter konkurriert. Da die mit Kind & Kegel unterwegs sind, muss der einsame Geschäftsreisende schon etwas stressresistent sein, während die Kinder unachtsamer Eltern links & rechts quer durch die Schlange huschen. So durfte ich schon einmal Zeuge sein, wie ein kleiner Junge beinahe auf dem Gepäcktransportband verschwunden wäre, als Papa & Mama mit ihren Handys beschäftigt waren.

Aus solchen Gründen vermeidet man besser den Check-in Schalter, nimmt nur leichtes Gepäck mit und benutzt den Automaten. Oder noch besser, erledigt das ganze schon im Vorfeld via Internet. Dies hat noch einen weiteren Vorteil: Sollte man, so wie ich, spezielle Ansprüche an seinen Sitzplatz stellen, also z.B. unbedingt einen Gangplatz haben wollen, dann ist ein frühes Check-in am Vortag Gold wert ! (Merke: Wer zuerst kommt, malt zuerst !) Ein weiterer Vorteil: Man kann die Bordkarte direkt auf sein Smartphone laden.

Da man das Gerät eh immer dabei und griffbereit hat, hat man so ein Ding weniger, dass man irgendwo verstauen muss. Nachteil: Manche Leute werden so geradezu paranoid, was ihren Akkustand angeht… Eine Erklärung dafür, dass öffentliche Ladeterminals am Flughafen immer häufiger werden: Praktische kleine Tische und Boards mit mehreren Steckdosen oder sogar USB-Ports, an denen man beim Warten schnell mal sein Mobilgerät nachladen kann !

Sehr schick ist in diesem Kontext auch folgendes Konstrukt, das ich am Bahnhof von Straßburg gefunden habe:

Win-Win-Situation: Leibesertüchtigung plus frische Energie für das Handy
Win-Win-Situation: Leibesertüchtigung plus frische Energie für das Handy

Check-in ? Done. Weiter geht’s zur Sicherheitskontrolle. Und auch hier wieder: Schlange stehen. Hier gibt es leider keinen Work-around. Gute Vorbereitung ist hier das A-und-O ! Dies fängt schon mit einem geeigneten Outfit an. Da jeder Fluggast durch einen Metalldetektor geht, empfiehlt es sich möglichst wenig Metall am Leib zu tragen. B.A. Barracus vom A-Team (aka Mr. T) kann uns hier als Negativbeispiel dienen, müsste er sich doch erst umständlich aus seinem reichhaltigen Schmuckbehang schälen. Aber auch die Dame mit Reisverschluss-bewehrten Lacklederstiefeln ist eine Person, die man nicht vor sich in der Schlange stehen haben möchte, denn hier sind Verzögerungen vorprogrammiert. Ebenfalls schlecht: Texanische Gürtelschnallen in Größe von Radkappen. Ich gebe zu, ich mache hier auch einiges Falsch: z.B. loses Kleingeld in der Hosentasche.

Ebenso das Handgepäck… Ein immer währender Quell der Freude: Flüssigkeiten und Kosmetik. Idealerweise in einem transparenten Ziplock-Beutel mitzuführen, in Gebinden <100 mL. Kann man mittlerweile ja alles in flugkompatiblen Größen fertig kaufen. Dennoch kann man in ungeahnte Fallen tappen: Als ich z.B. letztes Jahr als Dankeschön für meine Teilnahme an einem Mentorin Programm 2 Gläser exklusive Marmelade geschenkt bekam, bremste man mich an der Sicherheitskontrolle aus. Problem: Inhalt des Marmeladenglases: 110 g. Vorschlag des Sicherheitspersonals:

„Falls sie die Marmelade dennoch mitnehmen wollen: Dort hinten ist ein Bäcker. Schmieren sie sich doch ein paar Marmeladenbrötchen !“

Nun, ich mag zwar Süßes, aber 2 Gläser Marmelade esse ich auch nicht auf einen Sitz auf. Meine Frustration kann man sich natürlich vorstellen. Verschwendung von guter Marmelade. Einem Freund eines Freundes ist dies angeblich mit chilenischem Wein im Werte von >100€ passiert, als er um seinen Anschlussflug zu erwischen vorübergehend den Sicherheitsbereich verlassen musste. (Danke an Alex F. für die Weitergabe der Geschichte)

Gilt leider auch für Gourmet-Marmelade und teuren Wein
Gilt leider auch für Gourmet-Marmelade und teuren Wein

Wie praktisch wäre hier doch eine Paketannahmestelle, mit der man quasi adhoc ungeeignete Gegenstände per Post an seine Heimatadresse schicken lassen könnte.

Im Sicherheitsbereich dann ist man auch nicht vor Verdruss gefeit… Hat man einen längeren Aufenthalt, aber einen leeren Magen, kann man Glück haben oder auch nicht. Das kulinarische Angebot lässt dann teilweise doch stark zu wünschen übrig. Zumindest in den Flughäfen, die ich bislang bereisen durfte, wird das gastronomische Angebot offenbar von hurtig im Toasterofen erwärmten Panini und aufgewärmten Pizzazungen dominiert. Und natürlich von der obligatorischen dauererhitzten Brühwurst, entweder als Hotdog oder klassisch mit Senf. So war ich ja ganz froh, als ich in Frankfurt im Bereich A einen ganz brauchbares Asia-Restaurant ausgemacht hatte. Als ich aber bei meiner jüngsten Dienstreise dort vor dem Heimflug kurz einkehren wollte, traute ich meinen Augen nicht… Auch dort hat sich nun so ein unsäglicher Panini-Verkäufer breit gemacht.

Sprechen wir nun vom Thema Gepäck. Wie eingangs erwähnt ist man ja bestrebt, durch geeignete Präparation im Vorfeld der Reise einen durch Schlange stehen hervorgerufenen Zeitverlust zu minimieren. Hierzu gehört auch eine Vermeidung des Gepäck-drop-off. Dies hat auf kurzen Reisen kleine Rollkoffer, die man als Handgepäck mit an Bord nehmen kann extrem populär gemacht. So angenehm dies für den Einzelnen sein mag, um so nerviger kann das für seine Mitmenschen werden. Auf die Art, wie manche Leute mit diesen Gepäckstücken umgehen, könnte man meinen, dass bald Waffenscheine dafür notwendig werden: Lässig hinter sich her gezogen und unachtsam, was die unmittelbare Umwelt anbelangt, hat so mancher ignorante Flugreisende schon mal nachfolgende Fußgänger mit seinem Koffer zu Fall gebracht.

In der Kabine dann, will das Gepäck dann natürlich sicher verstaut werden. Und angesichts des Umstands, dass ganze Heerscharen an Reisenden diese Gepäckstrategie verfolgen, wird es oft eng in den Gepäckfächern. (Im Frachtraum müsste es demnach geradezu leer sein) Da wird dann schon mal ohne Rücksicht auf Verluste der eigene Koffer mit Gewalt und Schmackes zum anderen Gepäck ins überfüllte Fach gerammelt. Merke: Zerbrechliche Ware vorsichtshalber immer am Mann tragen.

Erschwerend kommt hinzu, dass oft die zierlichsten Personen, mit den größten und schwersten Koffern unterwegs sind. Merke: Man sollte selbst noch problemlos in der Lage sein sein Gepäck ins Fach zu hieven. Und nicht nur den Koffer auf Kopfhöhe zu heben und anschließend rückwärts sammt Koffer in die gegenüberliegende Sitzreihe zum plumsen. Auf diesem Wege hatte ich dann schon mal ein altes Mütterchen mit ihrem Gepäck auf meinem Schoß sitzen. Vorsicht auch bei Rucksäcken: Ist dieser zu schwer und man kommt zu Fall, kann es passieren, dass man sich anschließend hilflos wie ein Käfer mit Armen & Beinen rudernd auf dem Rücken wiederfindet. Ferner gilt auch für Rucksäcke: Sei achtsam ob deiner Umwelt ! So wurde mir schon mehrfach ein dicker Rucksack ins Gesicht gehauen, als der Sitznachbar aus der gegenüberliegende Reihe sich zum Gepäckfach hinwendete. Überhaupt, je komplexer und umfangreicher das Handgepäck wird, desto länger dauert auch das Einsteigen, weil die Kofferbesitzer sich erst mal umfangreich sortieren müssen und somit den schmalen Durchgang blockieren. Denn Neben dem Handgepäck darf man ja manchmal noch einen zusätzlichen Gegenstand mitnehmen: Schirm, Posterrolle, Handtasche, Kamera etc.

Mal ehrlich, muss man wirklich alles mit in die Kabine nehmen ? Wenn man sein Zeug nicht tragen kann, dann gibt man das ganze Zeug eben auf ! Oder man benutzt, sofern verfügbar (leider nur bei sehr kleinen Fliegern), den Delivery-at-Aircraft Service: Das Köfferchen kurz vor dem Einsteigen schnell in einen Container stellen und ab geht die Reise. Beim Aussteigen steht es dann wieder zum Mitnehmen bereit.

Fazit: Mit etwas vorausschauender Planung und gegenseitiger Rücksicht kann man auf Flugreisen (aber auch in anderen Lebenslagen) sich selber und Anderen, das Leben leichter machen.

Wenn man eine Reise tut… – Sevilla

Eines der ersten Dinge die einem auffallen, wenn man mit dem Flieger im September Sevilla ansteuert, ist die Tatsache, das Landschaft und Vegetation einen leicht angetoasteten Eindruck macht. Naja, kein Wunder, immerhin ist Sevilla die Stadt mit der zweithöchsten jemals in Europa gemessenen Außentemperatur. Ist man jedoch erst mal in der Stadt, ist es schon erheblich grüner, versteckt operierenden Bewässerungssystemen sei Dank. Es werden ohnehin so einige Register gezogen, um der Sommerhitze ein Schnippchen zu schlagen: Auch der Mensch wird in das Bewässerungskonzept einbezogen. Sitzt man im Schatten einer Markise oder eines Sonnenschirms im Außenbereich eines Cafés, Bar oder Restaurants und hat das plötzliche Gefühl eine Nebelbank nebst Sprühregen zieht auf, liegt das nicht an einem Wetterumschwung, sondern an einer unter dem Sonnenschutz installierten Wasser-Sprühanlage, die für angenehme Kühle sorgt. Selbst über beliebten Einkaufsstrassen (wie z.B. der Calle Sierpés) hat man an Sonnenschutz gedacht und gleich die ganze Gasse mit Sonnensegeln zwischen den Häusern ausgestattet.

Prominentestes Beispiel der Hitzevermeidung ist sicherlich die viel zitierte spanische Siesta… Auch wenn dieses Wort eher ein Mittagsschläfchen bezeichnet, so ist es doch für viele Nicht-Spanier gleichbedeutend mit der verlängerten Mittagspause, die gerne während der heißesten Stunden des Tages (14-17 Uhr) gehalten wird. Da das Stadtzentrum von Sevilla aber von Touristen wohlfrequentiert ist, wird dort überwiegend durchgearbeitet. Kleinere Geschäfte und Lokale vielleicht ausgenommen.

Dementsprechend verlagert sich der gewohnte Tagesablauf zeitlich nach hinten: Während hier in nördlicheren Gefilden mancherorts nach 19-20 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden, herrscht auf Sevillas Straßen um 22-23 Uhr nach wie vor ein munteres Treiben. Angesichts der Tatsache, dass selbst Mitte September die Sonne erst gegen 20:30 untergeht (vgl. Dresden mit 19:16 !) und auch die Temperaturen noch angenehm warm (oder andersherum angenehm kühler) sind, ist dies wohl verständlich.

¡Buen provecho!

Dies hat dann natürlich auch Konsequenzen in Sachen Essenszeit… In manchen Restaurants gibt’s erst ab 20 Uhr was zu essen. Ein kulinarisches Konzept der spanischen Küche, was mir ganz besonders zusagt sind Tapas.

Croquetas und gebackener Ziegenkäse
Croquetas und gebackener Ziegenkäse

Ursprünglich hervorgegangen aus einem kleinen Häppchen, das zu Wein, Bier oder Sherry offeriert wurde, hat sich das mittlerweile weiter entwickelt. Ursprünglich ein paar simple Oliven, ein Scheibchen Käse oder Chorizo zum Bier, gibt es heute auch aufwendigere Kreationen: Albondigas en salsa (Fleischbällchen in Sauce), Croquetas (verschiedenartig gefüllte Kroketten) oder ganz raffinierte Sachen wie Millefeuille aus Aubergine und Ziegenkäse (ungewöhnlich aber sehr lecker).

Das Schöne ist, dass man sich nicht auf ein Gericht festlegen muss, sondern einen gesunden Querschnitt durch die Speisekarte bilden kann, sollte man sich nicht entscheiden können. Sollte eine Spezialität besonders überzeugen, gibt es dann oft auch die Option eine Ración zu bestellen, also eine Portion die schon eher ein Sättigungsgefühl herbeiführen kann.

Salmorejo
Salmorejo

Ebenfalls probieren: Gazpacho, eine kalte Suppe aus Tomaten, Gurken und Knoblauch. Oder noch besser: Salmorejo, die etwas verstärkte, cremigere Variante mit Iberico-Schinken und Ei.

Ciudad de Opera

Sehenswürdigkeiten… Nun, hier kann ich nur kurz von ein paar ausgewählten sprechen, da ich Sevilla ja eigentlich für eine Tagung besucht habe und das Sightseeing somit nur Nebenher laufen musste. Aber allein schon mal ein Rundgang durch die historische Innenstadt ist äußerst lohnenswert, z.B. im Barrio Santa Cruz auf den Spuren des Barbiers von Sevilla zu wandeln. Überhaupt ist Sevilla Schauplatz einiger Opern:

  • Der Barbier von Sevilla
  • Figaro’s Hochzeit
  • Carmen
  • Fidelio
  • Don Juan

Sights to see…

Das Wahrzeichen von Sevilla, dass einem sicherlich als erstes ins Auge springt, ist die Kathedrale mit ihrem Turm der La Giralda (jetzt Kirchturm, vormals Minarett).

La Giralda & die Kathedrale

Dieser Turm besitzt nicht nur eine ungemein prachtvolle Fassade, sondern beinhaltet anstatt einer Treppe, eine Rampe, die es auch ermöglichen würde, den Turm zu Pferde zu besteigen. Der Kathedralenbau selbst, ist nicht nur die größte gotische Kirche Spaniens & eine der größten Kirchen der Welt, sondern beherbergt auch einen goldenen reich mit Ornamenten verzierten Altarraum, bei dem die Frauenkirche in Dresden im Vergleich schon fast spartanisch nüchtern wirkt. Ebenso findet sich hier das Grab von Christoph Kolumbus… oder sagen wir Teilen von ihm… im Laufe der Geschichte sind seine Gebeine mehrfach umgebettet worden und sich dabei wohl in alle Winde zerstreut…

Das Grab des Kolumbus

Aber wenn wir schon beim Thema Kolumbus sind… Wer ein Fan der Seefahrt ist, sollte auf einen Sprung am Torre del Oro (dem goldenen Turm) vorbeischauen. Für 3 € kann man sich ein kleines Museum zum Thema Seefahrt und Sevillas Rolle im spanischen Kolonialwesen angucken und zum Schluss einen guten Ausblick auf die sevillaner Altstadt und den Guadalquivir genießen.

Torre del Oro
Torre del Oro

Ein Highlight ist auch der Real Alcazar, einem spanischen Königspalast aus dem Mittelalter im Stile der Mudejaren. Dem islamischen Einfluss auf die dortige Architektur sei dank, kommt man sich fast vor wie in einem Märchen aus 1001 Nacht. Trotz der reich mit Ornamenten verzierten Wände, wirkt der Palast allerdings mit seinen wenigen Fenstern etwas düster… Vielleicht kein schlechtes Konzept… Hält die Hitze draussen… Wer es dann doch etwas heller mag, der kann im ebenso prachtvollen Garten lustwandeln.

Architektur mit orientalischem Einschlag – Made in Spain
Für heiße Tage: Eine künstliche Grotte
Garten Genuß

Fazit: Sevilla ist in jedem Fall eine Reise wert.

Fotomarathon Dresden 2016

Samstag, 30. April 2016

Blauer Himmel, Sonnenschein, 18 °C… Der Frühling hat nun auch endlich mal Dresden erreicht. Ideal um sich mal an die frische Luft zu begeben. Und der Fotomarathon bietet ideale Gelegenheit mal den Staub aus der Fotoausrüstung zu pusten und der Spiegelreflex mal wieder etwas frische Luft zu gönnen.

10:45 – Akkus sind geladen, die Speicherkarte ist blinkgeputzt und die schwere Artillerie (Kamera & Objektive) ist sicher verschnürt… Kurze Bestandsaufnahme:

  • Spiegelreflexkamera mit 18-105 mm Objektiv
  • 10-20 mm Weitwinkelobjektiv
  • 75-300 mm Teleobjektiv
  • 50 mm Festbrennweite
  • Tablet
  • Ausgewählte Schreibwaren
Breakfast for Champions
Breakfast for Champions

11:00 – Die Technik ist also bereit… Jetzt noch etwas für die eigenen Akkus tun. 1x Caprese-Bagel und eine Tasse Cappuccino… Vor 13:00 geht’s eh nicht los.

11:40 – So langsam mache ich mich auf zum Hygienemuseum, wo es los gehen soll. Doch nanu, was ist das ? Vuvuzela Klang und gelb-schwarz gewandete Leute ? Oh richtig, heute hat Dynamo Dresden ein Heimspiel gegen Aue.

12:00 – Registrierung: Unter einem Gartenpavillon hat sich das Orga-Team des Dresdner Fotomarathon aufgebaut und hakt die Anwesenheit der Teilnehmer ab. Simple Namensnennung reicht (Da könnte ja jeder kommen…) Die Startunterlagen beinhalten:

  • Startnummer (in meinem Falle ist es die 092)
  • 2 Sicherheitsnadeln um selbige zu befestigen
  • Merkzettel mit dem Reglement und wichtigen Infos
  • Kleiner Stadtplan auf dem Start, Zwischenetappe und Ziel markiert sind
  • 1 Gutschein über ein Softeis (kurzlebige Marschverpflegung?)

Meine Mitstreiterin A. ist auch schon da und hat es sich auf einer Bank vor dem Museum bequem gemacht. Kurze Diskussion über Themen & Beiträge aus dem Vorjahr… Ja doch, sieht machbar aus. Will sagen: nicht nur perfekte Superprofis mit makellosen Fotos.

Begegnung mit "dynamischen Dresdnern" am Start
Begegnung mit „dynamischen Dresdnern“ am Start

12:40 – Vorprogramm – Die Organisation liest das Regelwerk vor.

Anschließend noch kurz ein spezielles Fotoprojekt… Die Teilnehmer werden nach Startnummer geordnet aufgestellt. Leicht chaotisch. Wo stehen die 90er Nummern ? Keine Ahnung, dann stell ich mich einfach mal hier hin. Dann: Jeder ein Foto machen in Richtung Kreismitte. Soll wohl sowas wie ein inverses Kugelpanorama werden ?

Mysteriöses Fotoprojekt
Mysteriöses Fotoprojekt

12:55 – Schnell einen Zettel mit den Themen greifen und los geht’s. Themen 1-5 lauten dieses Jahr:

  1. Fantastisch
  2. Originell
  3. Temperamentvoll
  4. OMnipräsent
  5. Außergewöhnlich

Oha… Dann jetzt mal kreativ sein… A. schlägt vor in die Neustadt zu fahren. Die Neustadt ist ja immer eine bunte Fotokulisse. Und das Zwischenziel befindet sich wohl auch dort.

13:05 – Böh… 14 Minuten warten bis die nächste Linie 13 kommt. Gut, dann halt mit umsteigen: Fetscherplatz – Blasewitzer Strasse – Rotheburger / Bautzner Strasse… Doch dann beim zweiten Umstieg: Doch noch 13 Minuten warten, na da hätten wir auch direkt auf die 13 warten können… Immerhin sind hier keine Dynamo Fans.

13:35 – So… Neustadt. A. setzt sich ab um in Ihrem heimischen Fundus nach Fantastischem zu stöbern (Schrumpffiguren). Ich decke mich währenddessen beim REWE mit Requisiten ein. Voilá : FANTAstisch (hoffentlich schmeißt das Verkaufspersonal nicht den komischen Typen mit der Kamera im Getränke Gang raus…)

Nr. 1 - FANTAstisch
Nr. 1 – FANTAstisch

13:50 – Grübelnd laufe ich über die Böhmische Strasse… Vor dem Stilbruch dann kommt mir ne Idee… Buntstifte & Post-Its raus und eine kurze Bastelaktion später: Fertig ist meine Originelle Idee…

14:00 – Na, einen Hintergrund für meine Post-It Installation hätte ich ja, doch leider ists zu windig und die Zettel fliegen fast weg.

14:05 – Mist, vor meiner Ersatzwand hat gerade ein Benz geparkt…

14:10 – Gut, Wind hat etwas nachgelassen. KLICK.

Nr. 2 - Originell
Nr. 2 – Originell

14:20 – Weiter geht’s auf der Alaunstrasse… Ein Konstrukt aus Paletten dient als Kulisse für meinen Beitrag zu „Temperamentvoll“: Eine Handvoll rassig gelb-orange-roter Pfefferonen.

Nr. 3 - Temperamentvoll
Nr. 3 – Temperamentvoll

14:30 – Mist. Eigentlich wollte ich mich ja jetzt mit A. am Zwischenziel treffen. Aber immer noch 2 Themen offen. Nun, Omnipräsent… Eigentlich wollte ich ja was mit Gott/Kirche machen… Leider gibts nicht so viele Kirchen in der Neustadt und mein Gesangbuch hab ich auch nicht dabei.

Vielleicht mit einem der omnipräsenten Kanaldeckel und etwas Kreide das Wort Omnipräsent bilden ?

14:35 – Ähm… Nö. Beinahe Überfahren worden und die Kreide bricht auf dem Asphalt auch immer ab. Also, was ist noch überall ? Richtig, Graffiti… Schneller Objektivwechsel… Klick. Mist ! Überbelichtet !

Nr. 4 - Leider Überbelichtet
Nr. 4 – Leider Überbelichtet

14:50 – Tja, Zeitdruck wirkt sich offenbar nachteilig auf Kreativität aus. Ich eile über die Luisenstrasse in Richtung Schauburg. Oh, Tag der offenen Tür in der Feuerwache. Mit historischen Feuerwehrautos. Na das ist doch mal ein außergewöhnliches Feuerwehrauto !

Nr. 5 - Außergewöhnlich
Nr. 5 – Außergewöhnlich

15:00 – Zwischenziel… A. wartet schon auf mich. Im Hinterhof vor Foto Görner stärken sich schon die übrigen Teilnehmer für Runde zwei. Und was gibt es üblicherweise als Darreichungen beim Marathon ? Richtig, Obst und Wasser… Daher kurzes Materialaufnehmen („Bitte die richtige Reihenfolge beachten !“): Apfel – Banane – Mineralwasser (still) – Aufgabenzettel:

  1. Rätselhaft
  2. Abgehoben
  3. Theatralisch
  4. Ostentativ
  5. Nicht Normal

Ostentativ ? Kurzer Check im Wörterbuch um Missverständnisse zu vermeiden:

Synonyme:
[1] absichtlich, auffällig, (bewusst) betont, demonstrativ

15:05 – Rätselhaft. Gabs da nicht in zahlreichen Spielshows mal so ne Rubrik wo ein vergrößertes Detail eines technischen Konstrukt gezeigt wurde, dass es dann zu errätseln gab ? KLICK Kurzentschlossen muss der Umwerfer am Fahrrad eines Mitbewerbers („Hö ? Was war denn jetzt das ?“)als Motiv herhalten.

Nr. 6 - Rätselhaft ist die Technik
Nr. 6 – Rätselhaft ist die Technik

15:10 – Ok. Mal wieder warten auf die Bahn. Linie 8 – Bischofsweg – Theaterplatz

15:32 – A. macht sich in Richtung Zwinger auf um etwas abgehobenes zu suchen… Ich schlage mich am Taschenbergpalais vorbei in Richtung Neumarkt auch…

15:40 – Ha ! Glück muss der Mensch haben. Just im Richtigen Moment gibt ein Seifenblasenvirtuose eine Darbietung. KLICK

Voila, etwas abgehobenes Jetzt was theatralisches… Schnell weiter zur Semperoper…

Nr. 7 - Losgelöst von der Erde... Abgehoben !
Nr. 7 – Losgelöst von der Erde… Abgehoben !

15:50 – Einmal um den Tempel der Thespisjünger herumgelaufen und eine besonders theatralisch dreinschauende Sandsteinmaske ausgesucht. Da kommt auch schon A. vom Zwinger daher spaziert…

Nr. 8 - Theatralisch
Nr. 8 – Theatralisch

16:15 – Was gibt es ostentativeres in Dresden als den Goldenen Reiter ? Fotoaufnahmen heute allerdings unter erschwerten Bedingungen – Großes Familienfest am Goldenen Reiter.

Nr. 9 - Darf nicht fehlen: August der Starke
Nr. 9 – Darf nicht fehlen: August der Starke

16:30 – Nicht Normal… Ok, Endspurt… Aber was ist heutzutage nicht normal ? Ok, Unterhose auf dem Kopf tragen. Aber das möchte ich auf der Hauptstrasse jetzt nicht ausprobieren. Aber die mannigfaltigen Reflexionen auf einem farbenfrohen Brillenständer sind doch ein schönes Motiv…

Nr. 10 - Nicht normal...
Nr. 10 – Nicht normal…

16:35 – Nächstes Ziel: Lingner Schloss. Die Schultern schmerzen… Vielleicht beim nächsten Mal doch weniger Ausrüstung mitnehmen. Und das Auto steht ja eh noch in der Stadt. Also rasch zum Parkhaus und entspannt zur Endstation kutschieren…

Endstation Lingner Schloss
Endstation Lingner Schloss

16:50 – Och nö… Warum ist denn jetzt Stau an der Kreuzung zur St. Petersburger Strasse ? Ach richtig, da war ja was: Dynamo Spiel. Die Polizei leitet den Autoverkehr in Richtung Bahnhof… Dummerweise liegt die Elbe in der anderen Richtung. Also möglichst schnell irgendwo Abbiegen und das Chaos umfahren.

17:00 – Tja, wohl dem, der über Ortskenntnis verfügt. Leider habe ich die falsche Abzweigung gewählt und finde mich nach kurzer Tunneldurchquerung auf der Ammonstrasse wieder – westlich der Innenstadt obwohl unser Ziel im Osten liegt. Und auch hier: Stau.

17:15 – Es geht nur im Schritttempo weiter… Notiz an mich selbst: Nächstes mal doch lieber ausschließlich ÖPNV verwenden. Hoffentlich geht das hier bald weiter. Will nicht wegen Zeitüberschreitung disqualifiziert werden. A. nimmts gelassen.

Rot: Geplante Route Blau: Umständlich kommt man auch ans Ziel
Rot: Geplante Route
Blau: Umständlich kommt man auch ans Ziel

17:30 – Gottseidank. Wir sind angelangt. Auf den Lingner Terrassen aalen sich schon die Mitbewerber bei einem Feierabend Bier in der Sonne… Schnell noch die SD Karte einlesen lassen, dann ist’s vollbracht.

17:35 – Beutel voll mit Werbematerial erhalten. Naja, die Sponsoren, die bisher nicht zu sehen waren, wollen ja auch zur Geltung kommen.

So… Jetzt heißt es gespannt auf das Ergebnis zu warten. Fazit: Kann ganz schön fordernd sein, unter Zeitdruck kreativ zu sein. Insbesondere dann, wenn alles auf den ersten Versuch sitzen muss. Aber egal, was rauskommt: War ne interessante Erfahrung 🙂

Kühne Fahrer in ihren tollen Kisten

Heute befassen wir uns mit einer Fun-Sportart aus – wie sollte es auch anders sein – den USA: dem Seifenkistenrennen. Gemeint ist jene Art des Rennsports, bei dem sich der Rennfahrer gänzlich ohne Motor, nur voran getrieben durch die sogenannte Hangabtriebskraft, in einem selbstgebauten Gefährt auf eine Wettfahrt begibt. Der Name Seifenkiste stammt aus den 1930er Jahren, als in den USA Kinder aus den Holzkisten, in denen Firmen Seifen und Käse an den Einzelhandel lieferten, sich ihre eigenen Rennautos bauten und damit Wettfahrten veranstalteten.

Seifenkisten der Senior-Klasse (Foto by Beademung. Lizenz Creative Commons BY-SA 3.0 DE)

Während den Seifenkisten gemein ist, dass sie vom Fahrer und seinem Team selbstgebaut sind, variiert die tatsächliche Gestalt des Renners von einer einem strengen Reglement unterworfenen Aufbau, bis zum wahrgewordenen gestalterischen Chaos. Und gerade letzteres besitzt für den Zuschauer einen ganz besonderen Reiz, da dem Auge so einiges geboten wird. Ein schönes Beispiel für ein solches eher spaßorientiertes, weniger ernstes Rennen ist der Dresdner Prix de Saloppe. Ausgetragen wird dieses Rennen am Dresdner Elbhang zwischen der Sommerwirtschaft Saloppe (Dresdens ältester Biergarten) und dem namensgebenden ehemaligen Wasserwerk Saloppe am Elbufer.

saloppe
http://www.saloppe.de

Um mal ein solches Seifenkistenrennen in Augenschein zu nehmen, habe ich mich letzten Samstag (04. Juli 2015) also an die stark abschüssige Rennstrecke begeben. Im Fahrerlager fiel schnell auf, dass die Bauvorgaben relativ liberal gefasst sind. Von relativ puristischen Rennern, die augenscheinlich eine gewissen Verwandschaft mit Fahrrädern besitzen ist alles vertreten bis hin zu einem relativ solide und gewichtig wirkenden Trabbi-Nachbau. Also flott mal einen Blick ins Regelwerk geworfen:

1. Die Objekte müssen Eigenbau sein und mit Muskelkraft vorwärts bewegt werden

2. Es dürfen keine Fortbewegungsmotoren oder -antriebe [...] verwendet werden
(Ok, versteht sich von selbst, sonst ist es ja kein Seifenkistenrennen)

3. [...]Lenkung und Bremsen werden vor Ort abgenommen
(Wichtig ! Wie wichtig, werden wir später noch sehen)

4. Fahrzeugaufbauten 1:1 aus den vergangenen Jahren werden nicht zugelassen...

5. Keine scharfen Kanten/Spitzen.

Und damit sind die technischen Auflagen auch schon erschöpfend besprochen. Zum Vergleich können hier die recht spezifischen Vorgaben des Deutschen SeifenKisten Derby e.V. eingesehen werden. Der weitere Ablauf ist relativ simpel: Gestartet wird auf einer schrägen Rampe und dann mäandert die Kiste die mit zwei scharfen Kurven versehene Strecke hinunter zum Ziel, kurz unterbrochen durch den Boxenstopp, an dem gehalten werden muss (zu spätes Bremsen und überfahren der Ziellinie kann mit Strafen belegt werden !) um eine Aufgabe zu erfüllen: Einwerfen dreier Red Bull Büchsen in verschieden große Löcher einer Zielwand. Je kleiner das Loch, desto mehr Zeitgutschrift gibt es !

Beim Abhören des Boxenfunks
Boxen Stop Challenge
Boxen Stop Challenge

Auf Anraten einer Informantin aus den Reihen der Streckenposten haben wir uns dann auch hinter der Bande am Boxenstopp postiert („Gute Sicht und spektakuläre Bremsmanöver !“).

20 Teams waren es insgesamt die zum Prix de Saloppe angetreten sind. Zunächst mechanisch hochwertige eher sportlich gehaltene Fahrzeuge. Auch kann man nicht wirklich von Seifenkisten sprechen. Vom physikalischen Standpunkt profitiert dieser Ansatz natürlich durch seinen geringeren Luftwiderstand, besitzt allerdings aufgrund des leichteren Gewichts natürlich die geringere Hangantriebskraft.

Team Ikarus
Team Ikarus

Höheres Gewicht allerdings, einmal in Schwung geraten, ist natürlich auch schwieriger wieder abzubremsen. So kam ein Nachgebauter Trabant zwar relativ flott die Piste entlang gerauscht, kam aber durch abruptes Bremsen und mangelnden Grip am Botenstoff ziemlich ins Schleudern und krachte ins Publikum. Ein dort vorsorglich platzierter Absperrzaun konnte allerdings Schlimmeres verhindern.

G17 Trabbi nach misglücktem Bremsmanöver
G17 Trabbi nach misglücktem Bremsmanöver

Es gibt natürlich auch „Seifenkisten“ bei denen der Konstrukteur völlig auf Aerodynamik pfeift, z.B. beim Modell Goldhelm, welches von den Dresden Monarchs ins Rennen geschickt wurde. Dies wurde dann allerdings durch eine schlagkräftige Entourage zum Anschieben wieder wett gemacht.

Die Männer mit dem Goldhelm
Die Männer mit dem Goldhelm

Besonders witzig war auch eine zum fahrbaren Mohrrüben-Acker umgebaute Blechwanne mit einem Indianer am Steuer und einem Möhrchen werfenden Hasen als Nachhut.

"Winnetou" und sein fahrbarer Möhrrüben-Acker
„Winnetou“ und sein fahrbarer Möhrrüben-Acker
Eine fahrbare Wäschespinne
Eine fahrbare Wäschespinne

Ein Team der besonderen Sorte war auch „HipHop don’t stop“. Dieses Team kam dann eher gemächlich daher, dafür aber sehr bunt und sichtbar gut gelaunt. 🙂

HipHop don't stop
HipHop don’t stop
olsen
Die Olsenbande gibt Gas

Letztendlich bestimmt die herausgefahrene Zeit dann, in welcher Reihenfolge beim LeMans-Start, beim zweiten Lauf , der dann bergauf stattfindet, gestartet wird. Ein Unterfangen, dass es bei einer Temperatur von 36°C in sich hat. Hier ist eine leichte Kiste dann eher von Vorteil, da der Kraftaufwand hier geringer ist. Generell von Vorteil ist aber ein entsprechend grosses Team aus Anschiebern, nebst einer effektiven Vorrichtung, diese vor bzw. hinter die Kiste zu spannen.

Schieben von hinten
Ziehen von vorne
Ziehen von vorne

Dies lässt sich z.B. durch eine rückwärtige Schubstange Modell „Kinderwagen“ erledigen oder nach der Methode Abschleppseil. Besonders effektiv sah dies dann bei den Footballern mit ihrem Goldhelm aus. Team „Olsenbande“ und „HipHop don’t stop“ haben sich dann die Mühe nicht gemacht und haben sich von einem Safety Car abschleppen lassen.

Der einfache Weg nach Oben
Der einfache Weg nach Oben

Fazit: Nicht so schnell wie die Formel 1, dafür aber um Einiges unterhaltsamer ! Ich werde nächstes Jahr wieder an der Piste stehen. 🙂

Feuer & Rauch
Feuer & Rauch