May the fourth be with you…

Nach dem ich den Welttag des Schneemanns hier bereits ausführlich besprochen habe, möchte ich den heutige Beitrag der allseits beliebten Space Opera Star Wars aka dem Krieg der Sterne widmen, da heute am 4. Mai der Star Wars Day ist. Falls Sie es nicht schon aus der Überschrift erraten haben: Das Datum auf Englisch (May, the 4th) ist ein Wortspiel auf das bekannte Film Zitat „May the Force be with you“ (Möge die Macht mit dir sein).

Obwohl der erste Krieg der Sterne Film schon 1977 in die Kinos kam, wurde der erste Star Wars Day erst 2011 zelebriert. Erst als lokales ein lokales Event in einem Kino in Toronto mit Film-Marathon, Kostümwettbewerb und einer Kurzfilm Revue, mittlerweile als Event aller Star Wars Fans weltweit.

Übrigens, das Wortspiel existiert schon länger als der Star Wars Day. Als Margaret Thatcher, die Eiserne Lady, am 4. Mai 1979 den Posten der britischen Premierministerin antrat, ließ ihre Partei in den London Evening News die folgende Zeile drucken: „May the fourth be with you, Maggie. Congratulations.“ (zu deutsch: „Möge der vierte (Mai) mit dir sein, Maggie. Herzlichen Glückwunsch.“

Natürlich ist der Star Wars Day kein gesetzlicher Feiertag, bis auf vielleicht im US-Staat Kalifornien, wo dieser Tag seit 2019 per Parlamentsbeschluss zu einem offiziellen Gedenktag erklärt wurde. Doch bevor man jetzt einen Umzug nach Kalifornien erwägt: Gearbeitet wird an diesem Tag trotzdem.

Aber die Amis scheinen eh ein besonderes Verhältnis zum Krieg der Sterne zu haben: Nehmen wir z.B. Darth Vader, einen der beeindruckendsten Bösewichte der Filmgeschichte. Groß, schwarz, trägt Helm und Maske und ist damit für viele eine Ikone des personifizierten Bösen. Und als solche ziert sein markantes Antlitz die Fassade der Washington National Cathedral. Natürlich auf der dunklen Seite, der nördlichen, der Kirche.

Überhaupt hat kaum eine andere Star Wars Figur, vielleicht mal abgesehen von Yoda, einen solchen Einfluss außerhalb des Film Universums:

So ist Lord Vader z.B. auch Namenspate eines nordamerikanischen Schwammkugelkäfers, Agathidium vaderi, der nicht nur durch seine schwarze Farbe, sondern auch durch seinen breiten, helmartigen Kopf an sein filmisches Vorbild erinnert. Im übrigen reiht sich der dunkle Lord in eine ganze Reihe von Anhängern der dunklen Seite der Macht ein, die ebenfalls Pate für einen Käfer der Gattung Agathidium auserwählt wurden. So gibt es Agathidium bushi, Agathidium rumsfeldi und Agathidium cheneyi. Das diese Insekten Gattung auch als Schleimpilz-Käfer bekannt ist, mag Zufall sein, also wie heißt es so schön: „Ein Schelm der Böses dabei denkt“.

Der Darth Vader unter den Käfern
Der Darth Vader unter den Käfern

Von seinen moralischen Fehltritten als Vollstrecker einer diktatorischen Militärregierung mal abgesehen, kann Darth Vader aber gerade in jüngster Vergangenheit auch positiven Symbolcharakter haben: Denn anders als mancher Corona-Leugner, geht Lord Vader nie ohne Maske außer Haus. Kein Wunder, bei seinem asthmatischen Gekeuche ist auch er sicher ein Risikopatient.

Auch die Abstandsregeln & das Social Distancing hat Vader sich verinnerlicht. So führt er seinen Signaturen Move, den Force Choke, nicht nur im Vollkontakt, sondern auch unter Einhaltung des korrekten Mindestabstands von 6 Fuß (etwa 1,80 m) durch. Wenn es sein Muß auch vom Home Office aus via Videokonferenz.

Und für alldiejenigen, die mit englischsprachigen Wortspielen nichts anfangen könne, gibt es auch Abhilfe. Die Berliner Verkehrsbetriebe BVG, deren Social Media Team schon öfters mit humoriger Werbung positiv in Erscheinung getreten ist, zeigte 2015, dass man auch auf Deutsch die M8 (spricht:M-acht) beschwören kann:

Mit der Macht durch die Nacht

Wobei ja eigentlich die dunkle Seite der Macht ihren eigenen Feiertag hat, den man wahlweise am 5. oder 6. Mai begeht: The Revenge of the Sixth (Sith/Sixth). Dem ambitionierten Fan kommt eine solche dreitägige Sequenz ganz gelegen, schließlich gibt es auch drei Star Wars Trilogien. So muß man nur drei Filme pro Tag schaffen, wobei unter wahren Star Wars Connaisseuren gestritten wird, in welcher Reihenfolge man die Filme gucken soll:

Natürlich könnte man die Filme einfach in aufsteigender Episodenreihenfolge gucken. Dies hat jedoch den Nachteil, dass man sich so um den zentralen Plottwist der Saga bringt, den Augenblick, wenn Vader Luke Skywalker offenbart, dass er sein Vater ist. Daher empfehlen alte Star Wars Hasen folgende Reihenfolge:

  1. Rogue One – A Star Wars Story
    Gibt einen guten Auftakt in die Story und geht mit seiner Schluß-Szene nahezu nahtlos über in…
  2. Episode IV – Eine neue Hoffnung
  3. Solo – A Star Wars Story
    Sozusagen eine Rückblende, welche die Vorgeschichte von Han & Chewbacca erzählt
  4. Episode V – Das Imperium schlägt zurück
    Hier der zentrale Plottwist… Es folgt, wieder als Rückblende…
  5. Episode II – Angriff der Klonkrieger
  6. Episode III – Die Rache der Sith
    Erzählen die Hintergrundgeschichte Darth Vaders
  7. Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter
  8. Episode VII – Das Erwachen der Macht
  9. Episode VIII – Die letzten Jedi
  10. Episode IX – Der Aufstieg Skywalkers

Der aufmerksame Leser wird gemerkt haben: Was ist mit Episode I passiert ? Hier sind sich eigentlich fast alle einig: Dies ist mit Abstand der schwächste aller Star Wars Filme. Die Handlung ist im Prinzip für das Verständnis der Gesamthandlung der Saga nicht notwendig, es tauchen eine Reihe Charakter auf, die in den folgenden Teilen gar nicht oder nur am Rande auftauchen, und man erspart sich – und das ist das wichtigste Argument – die nervigsten Szenen mit Jar-Jar Links, jenem radebrechenden Amphibienwesen, das mehr peinlich als lustig ist.

Fehlt nur noch der passende Snack für den Film Marathon:

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